Wer nicht für uns ist, ist nicht für uns

8 Kommentare

Die teilweise heftigen Reaktionen in verschiedensten Internetforen in den letzten Tagen haben uns gezeigt, worin die Angst oder der Widerwille mancher Unioner hinsichtlich unserer Anliegen und deren Umsetzung begründet scheinen. Wir hoffen, dass wir mit ein paar Klarstellungen diese, auch für uns durchaus berechtigten, Bedenken wenn schon nicht nehmen, dann doch hoffentlich lindern können.

In den meisten Diskussionen kam früher oder später die Frage auf, welcher Gesinnung diejenigen anhängen, die sich kritisch und ablehnend unserem Anliegen gegenüber geäußert haben. Dies führte zu teilweise drastischen Äußerungen, dass die Kritiker von “Schöner Eisern ohne Nazis” selber braunes Gedankengut pflegen würden, und sie wurden in die Nähe von Nazis gerückt. Um dies hier ein für allemal festzuhalten und klarzustellen: Diese Argumentation ist komplett daneben und Unsinn. Wir halten unsere Kritiker in keinster Weise für Nazis oder Rassisten. Meinungen dieser Art werden von den Mitgliedern unserer Initiative nicht vertreten und auch in keinem Forum, ob online oder offline, propagiert. Der Satz “Wer nicht für uns ist, ist gegen uns” wird von uns abgelehnt und führt vor allem durch sein offensichtliches Nichtzutreffen in unseren Augen zu verhärteten Fronten, die wir vermeiden wollen.

Im Gegenteil begrüßen wir die Kritiken, die wir in den letzten Tagen und Wochen gelesen und gehört haben. Denn sie haben uns mehrere Punkte aufgezeigt, an denen wir bei uns nachbessern müssen. Die zwei wichtigsten Punkte, die unsere Kritiker zu recht angemerkt haben, sind mangelnde Transparenz und anscheinend nicht ausreichend präzise formulierte Ziele. Es herrscht noch einiges an Verwirrung, wer wir eigentlich sind und was wir eigentlich wollen. Für diese Verwirrung wollen wir uns entschuldigen und werden in diesen Bereichen entsprechend nachbessern.

Wir wollen uns als Initiative offener gestalten und gezielter ansprechbar machen. Wie genau dies passieren wird, darüber werden wir reden und uns in den nächsten Tagen dazu äußern. Bitte habt in dieser Hinsicht Geduld, wir sind viele Köpfe, die alle das Erlebte und Gesagte reflektieren müssen. Ebenfalls werden wir uns im Zuge dieser Reflexion klarer zu unseren Zielen und Vorhaben äußern.

Es ist nicht unser Ziel, Gräben zu schlagen. Es kann nur im Interesse aller Unioner sein, dies zu vermeiden, und wir bitten auf diesem Wege alle Unioner, die sich von uns angegriffen oder falsch verstanden fühlen, auf sachlichem Wege mit uns in Kontakt zu treten – bis auf weiteres entweder hier im Blog oder per eMail; in den nächsten Tagen auch auf anderen Wegen.

Unsere Ziele sind kein leichtes Thema, dessen sind wir uns bewusst, aber wir sind weiterhin bereit, offen über alle Aspekte zu diskutieren. Wir erwarten lediglich, dass mit uns ebenso sachlich umgegangen wird, wie wir es auch versuchen, auch und vor allem durch jene, die ob unseres Erscheinens nicht spontan applaudierten. Wir möchten diesen Weg mit Euch gemeinsam gehen, denn gegeneinander macht es keinen Sinn. Darum und vor allem jetzt erst recht:

Gemeinsam EISERN!

Geschrieben von robert

28. September 2009 um 22:09 Uhr

8 Kommentare zu 'Wer nicht für uns ist, ist nicht für uns'

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  1. Daumen hoch für eure Kampagne, ich unterstütze die Meinung zu 100% und werd die nächsten Spiele auch mal auf euch zukommen, damit man vlt auch mal was gemeinsam planen kann
    mfg
    Dieter

    Dieter

    29. September 2009 um 11:20

  2. Eure Initiative ist richtig und wichtig; da habe ich gar keinen Zweifel. Zu den Debatten um Antifa-Arbeit gehört aber leider immer auch, das es Unterstellungen gibt. (Das gilt auch für die Unterstellung “Wer nicht für uns ist, ist gegen uns” – und dazu gehört übrigens, dass dieses Konzept zuletzt am wirkungsvollsten von dem Nazi-Staatstheoretiker Carl Schmitt vertreten und popularisiert wurde.)

    Den Unterstellungen begegnet man am wirkungsvollsten mit Transparenz und Offenheit. Also zu sagen, wer hinter der Kampagne steht und was man will. Andeutungen sind das falsche Gegengift gegen Unterstellungen. Nicht jede Unterstellung ist bösartig, wie die oben genannte. Manche Unterstellung entsteht aus Unkenntnis. Darum seid doch auch selbst ein bisschen klarer, als es z.B. im ersten Satz dieses Kommentars rüberkommt. Und macht weiter mit Eurer Initiative.

    Helge4.9.76

    30. September 2009 um 18:03

  3. finde eure initiative super gut….
    kleiner insidertip
    die mannschaft und alle mitarbeiter findet ihr am samstag, 3.10.2009 in einer paulaner kneipe in der nähe vom alex….sie feiern dort ein oktoberfest

    hexe

    1. Oktober 2009 um 13:04

  4. Die richtige Initiative zur richtigen Zeit. Glückwunsch, ich habe bei einem der letzten Spiele in der AF einen Naziaufkleber auf einem Geländer am Bierstand gefunden. Habe in der Warteschlange angefangen ihn ab zu kratzen, was sich als schwer erwies. Ein anderer Unioner hat dann weiter gemacht. So muss das sein, wir sind eine Familie, die diesen Namen verdient, wir kommen aus allen Schichten, wir sind der Andere Berliner Verein und haben unterschiedliche politische Überzeugungen, aber braunes Gedankengut hat da keinen Platz.

    Ritter Runkel

    15. Oktober 2009 um 22:22

  5. Eine gute Initiative – ich gehe unter anderem deswegen gern in die Försterei (und bin auch Vereinsmitglied geworden), weil ich hier ganz ganz selten Nazisprüche höre. Ich fühle mich hier zu Hause. Und wenn ich einen rassistischen Spruch höre, weiß ich, ich kann denjenigen ansprechen und ihm sagen, er soll seine Meinung in dieser Sache bitte für sich behalten. Es stehen immer genug Leute um mich, die mich da unterstützen und das finde ich toll. Jeder kann etwas dazu tun, dass das so bleibt. Mund auf, wenn Sprüche kommen! Und lieber zusammen rufen “Und niemals vergessen, Eisern Union!”

    Uni-oner

    18. Oktober 2009 um 19:51

  6. So, heute ist es endlich mal wieder so weit:) Unionheimspiel. 3 verdammte Wochen ist es her>< Ich bin schon ganz heiß. Heute kommt ne Freundin mit, Asiatin, das erste mal überhaupt beim Fußball, und dann Union, Fanblock:D Entweder wird die für immer versaut und infiziert oder sie wird Fußball hassen:D

    Hoffentlich ist heute wieder eine nette, freundliche, vor allem aber laute Atmosphäre in unserem Wohnzimmer zu erwarten. Ich bin geil druaf:D

    Und niemal vergessen…..!!!!!!!

    Metalcore1990

    19. Oktober 2009 um 10:45

  7. Großen Respekt für Euch und Dank. Nicht nachlassn!

    Gruß: C.

    Christoph

    24. Oktober 2009 um 17:54

  8. Am Wochenende auf St. Pauli, wir haben klar verloren war nicht schön. Doch immer wieder Sympatie Bekundungen von Pauli Fans uns gegenüber. Der eindeutig links zu verortende Klub, der sind wir nicht und der werden wir sicher nicht werden. Jedoch vor einigen Jahren hieß es Blutsbrüderschaft zwischen unseren Vereinen, ich habe auch solch ein Shirt. Ist sicher zu hoch gegriffen mit der Blutsbrüderschaft, aber Sympatie und Freundschaft ist möglich, dass hat auch dieses Wochenende gezeigt, ob es die Karten waren die noch organisiert wurden oder die Bekundung, ihr sollt jetzt immer gewinnen nur leider gegen St. Pauli geht das nicht.Im Rückspiel gewinnen wir und die Freundschaft wird gestärkt.

    Ritter Runkel

    1. Dezember 2009 um 00:25

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