Schöner einen kickern!

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Am 08.01.2011 veranstalteten die Havelpralinen die 5. (inoffizielle) Deutsche Fanclub Tischfussball Meisterschaft in der Naunynritze von Berlin-Kreuzberg. Unter dem Motto: “Siege statt Hiebe – Kicker Wars“ sollte der Spaß am Kickern und das Knüpfen von freundschaftlichen Kontakten zwischen den Mitgliedern verschiedener Fußballfanclubs im Vordergrund stehen. Dieses Ziel wurde voll erreicht.

16 Teams stritten in vier Gruppen um die begehrten Pokale und Trinkschalen: Die Veranstalter der Pralinen von der Havel I + II, neben Munken aus Babelsberg von und zu 03, dazu noch Laser von der Hertha, Löwen aus Braunschweig, Clubberer aus Franken, der Bataillon d’armour aus dem Westend, Piraten der Spree in braun und weiß,  Königsblaue aus Berlin, Hoffenheimer aus der näheren Umgebung, eine gecannstattete Kurve sowie Teufelchen und Bagaascher aus Berlin und die Handballfüchse aus Reinickendorf.

Nachdem in den letzten Jahren immer wieder Unioner mitmischten, wollte eine kleine aber feine Gruppe aus der Gemeinde SEoN dem in Nichts nachstehen. Gleich im ersten Spiel wurden die Laser aus Berlin-West weggebügelt. Diese waren eigentlich viel stärker aber wohl noch nicht ganz auf Betriebstemperatur. Im zweiten Spiel konnten wir den nächsten Gegner an die Wand spielen. Darunter leiden musste die Zweete der Pralinen. Gegen die monarchisch-Blauen hatten wir nichts zu bestellen. Trotzdem zogen wir souverän in das ¼ Finale ein und wurden dort von der Bagaasch weggebegascht. Bis dahin waren schon einige Bier einer kleinen Stadtteilbrauerei vertilgt. Doch das sollte keine Folgen haben, so dass in zwei weiteren Spielen noch der 5. Platz erkämpft werden konnte. Dabei wurden die Kreuzberger Hoffenheimer besiegt sowie die Kickfreunde der gecannstatteten Kurve. Dabei will ich meinen persönlichen Respekt dem Spieler dieser Kurve zollen von dem ich dachte, dass er früh morgens um 2 aus seiner liegenden Position heraus nicht mehr zum Spiel antreten würde. Jedoch stand er auf und drückte uns das eine oder andere Tor hinein.

Ein großer Dank gilt den Havelpralinen für diese wunderbare Veranstaltung die im Zeichen von Fare – Football Against Racism in Europe stand und der wir beim nächsten Mal gerne wieder beiwohnen. Im Gedächtnis bleiben die kleinen Anzüge der braun-weißen Kickerfiguren, die lauten Anfeuerungsrufe der Bagaasch und Braun-Weißen, aber auch die eigenwilligen Haar-  und Klamottenkompositionen. Und das viele viele, mit viel Eingewöhnungszeit, immer leckerer schmeckende Bier. Gerne kommen wir wieder an den Ort an dem es sich im Pulk vieler verschiedener Vereinsfarben so schön kickern, quatschen und trinken lässt.

Bilder von diesem ganzen Spaß findet Ihr im Picasa Album der Havelpralinen.

Geschrieben von alex

15. Januar 2011 um 02:01 Uhr

4 Kommentare zu 'Schöner einen kickern!'

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  1. Beste SEONs, das liest sich immer wieder nett, daß Ihr Euch sportlich betätigt. Und Euch alle nett findet und offenbar jede Menge Spaß habt. Aber sonst so…? Darf man das fragen? Was passiert denn so? Dafür hat sicher der Sympathisant aus der Ferne hier mal angemeldet und erfährt nicht viel…

    Bestes und Eisern: Christian

    CwieC

    18. Januar 2011 um 12:41

  2. ohhh Christian, mir gehts auch manchmal nicht genug voran, aber hey; da is was in der Mache… ;-)
    eiserne Grüße.

    der Diak

    18. Januar 2011 um 19:28

  3. Tach Christian,

    danke für Deine Zeilen – Du weist zu Recht auf ein zentrales Strategie-Problem hin, das eine antirassistische Initiative im Fußballkontext haben muss: Inwieweit und wie plakativ sollten rassitische Ausfälle im Stadion benannt werden, wo liegen die Grenzen der fußballtypischen Beleidigungs-Kultur? Wenn das klar ist, folgt das nächte Problemfeld: Was kann gegen extreme Auswüchse auf den Rängen unternommen werden, ohne Stadionpolizei zu spielen? Immer unter dem Gesichtspunkt, dass es die Verhältnisse im eigenen, im geliebten Verein sind, die man ans Licht zerrt. Ein hochsensibles Feld also.

    Wir haben uns für einen bedachten, langfristig ausgerichteten Weg entschieden. Und zu diesem Weg gehört, den Bekanntheitsgrad der Initiative zu erhöhen. Deshalb auch – neben dem Spaßeffekt – die verschiedenen Turniere.

    Ganz nebenbei: SEoN ist ein loses Netzwerk. Niemand von uns wird wohl konkret wissen, was das Allheilmittel gegen Rassismus im Fußball und auch bei Union ist. Wir können uns aber gegenseitig in die phlegmatischen Hintern treten – nämlich, wenn es darum geht, Politik für und mit dem Verein zu machen. Viele, die mit der Idee SEoN sympathisieren, engagieren sich an verschiedenen Stellen im Verein – Beispiel FuMA. Oder stellen sich für Union an Info-Stände (z.B. beim BFV-Präventionstag). Das alles, ohne SEoN gesondert hervorzuheben, normaler Fußballfan-Alltag also. Gut so, wie ich finde.

    Das nur als kurze Antwort von mir zu Deiner Anregung. Wäre gut, wenn Du Dich im “Schönen Forum” anmelden würdest – dort gibt es die Rubrik “Kritik”, dort könnten wir das differenzierter auseinandernehmen.

    Eisern! Alex

    Alex

    19. Januar 2011 um 16:03

  4. Hallo Christian,

    in unserem letzten Programmheft (Paderborn) gab’s auch den Artikel “Lasst uns nicht vergessen
    – Schaut und hört nicht weg!”!

    Eisern
    UMM

    Union Metal Maniac

    31. Januar 2011 um 13:59

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